Gießener Burschenschaft Germania


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Dienstag, 9. Februar 2010
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Hans Dieter Weber, Verwaltungsdirektor

"Mit Generationen unterwegs"
Als mich Anfang der 70iger Jahre so wie heutzutage meine beiden erwachsenen Söhne die Lebensplanung umhertrieb, habe ich mir jene Urfragen der Menschheit zu beantworten versucht, die in irgendeiner Form sich junge Studenten heute noch stellen:1.Wo komme ich her?
Die Familien,denen ich entstamme, haben es mir leicht gemacht, weit zurückblicken zu können: Jene uralte nach Rinteln an der Weser in Urkunden, die den 30 jährigen Krieg überstanden haben, genannte Familie meiner Mutter hat mir meine Herkunft ebenso transparent werden lassen wie die Lebenserinnerungen meines Großvaters väterlicherseits. Auf beiden Seiten lassen sich vor allem unter den unmittelbaren Vorfahren überwiegend Juristen und gleichermaßen Burschenschafter ausmachen: Ein Großvater meiner Mutter wurde in Leipzig aktiv, Vaters in Darmstadt geborener Vater zog Anfang des vorigen Jahrhunderts das frisch bezogene Germanenhaus in Gießen magisch an und begründete die burschenschaftliche Tradition unserer Familie, die nun schon drei Generationen hält. Doch zur Persönlichkeitsbildung gehört auch eine Antwort auf die zweite Grundfrage: 2. Wer bin ich? Ein Consemester meines Vaters pflegte darauf zu antworten: "Ich bin Gießener Germane und Tierarzt". Anders als kurz vor dem Krieg sowie in den 50iger Jahren haben wir uns schon in meiner Aktivenzeit bis heute mehr zu einer fachlich gut durchmischten Korporation entwickelt. Die daraus resultierende fachübergreifende Kontaktquelle habe ich in meiner Studienzeit ebenso gern in Anspruch genommen wie die Unterstützung älterer erfahrener Bundesbrüder, die mir über schwierigste Situationen hinweggeholfen haben. So konnte ich mich aus gern genossenen Bindungen an meine Familie im bewußt angestrebten Gießener Jurastudium langsam lösen und wurde aufgefangen von der Germanen - Großfamilie. Dort lernte ich auch, mich auseinanderzusetzen mit der Vielfalt aller bei Germania beheimateten Landsmannschaften. Nie wieder im späteren Leben habe ich dies in derselben Intensität erfahren, daher umso mehr von den damals gemachten Erfahrungen zehren können.
Die Prägung in der Studienzeit wäre ohne Antwort auf die dritte Grundfrage unvollkommen:Wo will ich hin?
Mein Bekenntnis zur burschenschaftlichen Idee fand im Juni 1970 zeitlich Ausdruck im Eintritt in eine politische Partei, für die ich in früheren Zeiten mehr als heute ehrenamtliche Funktionen wahrgenommen habe. Meine Motivation zum Eintreten für die öffentlichen Angelegenheiten ist bei den Gießener Germanen nachdrücklich geweckt worden: Christlich abendländische Tradition der lang vor ihrer offiziell geduldeten Gründung als Ehrenspiegelburschenschaft Karl Follens verfolgten alten Roten Burschenschaft hat Deutschlands Freiheit manche Bresche geschlagen. Diesen von Generationen innerhalb wie außerhalb meiner Familie eingeschlagenen Weg weiterzugehen, schien mir erstrebenswert, seit ich gelernt hatte, zwischen "Freiheit wovon" und "Freiheit wozu" zu unterscheiden und dementsprechend zu handeln. Natürlich habe ich diesen Ansprach an mich selbst nicht in allen Phasen meines Studiums und auch im späteren Berufsleben nicht immer genügen können und waren selbst gesteckte Ziele beim besten Willen nicht immer zu erreichen. Dennoch waren und sind sie wert, verfolgt zu werden, und entfalten auch im ausbleibenden Erfolg ihre Wirkung. Richtschnur bei der Verwirklichung unserer burschenschaftlichen Ideale ist und bleibt der Wahlspruch der Gießener Germanen "Gott Freiheit Ehre Vaterland", dem in früheren Zeiten "Leben und Streben dem Vaterland" hinzu gefügt wurde. Diese Losung gilt es in jeder Aktivengeneration neu zu wecken, damit sie in der persönlichen Lebensgeschichte jedes einzelnen Germanen zeitlos generationsübergreifend Wirkung entfalten kann. Mittel und Wege hierfür zu finden, bleibt grundsätzlich der persönlichen Lebensentscheidung überlassen, solange sie auch die Persönlichkeitsentfalteung anderer gelten läßt und die der Verfassung unseres Staates zugrunde liegende freiheitlich demokratische Grundordnung bejaht. In diesen Grenzen schätzen wir die parteipolitischen Betätigung unserer Bundesbrüder, nicht jedoch parteipolitische Agitation im Germanenbund. Wer immer sich mit den Idealen näher auseinandersetzen möchte, ist herzlich eingeladen, Kontakt zu suchen, persönlich auf dem Germanenhaus am Alten Wetzlarer Weg 35, im Gästebuch der Homepage oder auch über E-Mail zum Verfasser: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst

 
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Wir haben noch ein Zimmer frei. 15 m² für 120 €. Besichtigung jeder Zeit möglich. Einfach anrufen unter 0641/79 27 58.


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